Vom 19. bis 26. April 2026 reiste unsere Schülergruppe aus Bremen im Rahmen des Erasmus+-Programms nach Finnland. An unserer Partnerschule „Apollon“ in Helsinki widmeten wir uns intensiv dem Thema „Die nachhaltige Stadt“ und untersuchten ökologische und gesellschaftliche Konzepte vor Ort.
Unser Projekt startete am Montag in der Schule mit gemeinsamen Politik- und Englischstunden, gefolgt vom finnischen Traditionssport „Pesäpallo“, der den Teamgeist in der Gruppe stärkte. Nachmittags besichtigten wir die Schokoladenfabrik „Fazer“, wo wir lernten, wie industrielle Produktion nachhaltig gestaltet werden kann. Das Unternehmen setzt auf kreislauforientierte Prozesse, Energieeffizienz und einen fairen Kakaobezug, um die Umweltbelastung der Lieferketten zu minimieren.
Den Dienstag verbrachten wir in der Zentralbibliothek „Oodi“, die ein gutes Beispiel für soziale Nachhaltigkeit ist. Als offener, kostenfreier Ort für ist sie zugänglich für alle und dient als inklusiver Ort. Neben Büchern bietet sie freien Zugang zu 3D-Druckern, Nähmaschinen und digitalen Arbeitsplätzen. Inspiriert von dieser modernen Umgebung arbeiteten wir dort an eigenen Karten für eine zukunftsfähige Stadt und schärften unser kritisches Denken für urbane Räume. Eine anschließende Stadtexkursion zum Dom und der Nationalbibliothek vertiefte unser Verständnis für die Entwicklung Helsinkis.
Am Mittwoch führte uns eine zweistündige Fährüberfahrt in die estnische Hauptstadt Tallinn, die als eine der nachhaltigsten Städte Europas ausgezeichnet ist. Für unser Projekt war das der perfekte Anschauungsunterricht, da wir dort untersuchten, wie historische Altstädte autofrei gehalten werden und Platz für urbane Natur geschaffen wird. Dieser Blick über die Landesgrenze hinweg erweiterte unsere europäische Perspektive auf den Umweltschutz, bevor wir am Abend wieder nach Helsinki zurückkehrten.
Der Donnerstag stand im Zeichen der Kultur im Kunstmuseum Villa Gyllenberg, gefolgt von der Teilnahme in einer finnischen Montessori-Klasse, um verschiedene neue Lernkonzepte kennenzulernen und unsere Projektarbeiten weiterzuführen. Der Nachmittag bot uns einen Einblick in das finnische Kulturerbe: Beim traditionellen Saunieren und anschließenden Baden im See erfuhren wir hautnah, wie tief die Wertschätzung für die Natur im Alltag der finnischen Gesellschaft verankert ist, was gleichzeitig unsere Gruppengemeinschaft spürbar stärkte.
Am Freitag setzten wir zur historischen Insel „Suomenlinna“ über. Unsere Unterkunft vor Ort ist als nachhaltiges Hostel zertifiziert und steht für umweltverträglichen Tourismus. Nach teambildenden Kommunikationsspielen lernten wir bei einer Führung, wie die Inselfestung unter strengen Ökologierichtlinien für die Zukunft bewahrt wird. Den Samstag nutzten wir für eine praxisnahe Exkursion in einen Nationalpark, um die unberührte finnische Natur zu erleben, ehe am Sonntag nach einer intensiven Woche die Heimreise nach Bremen anstand.
Die Reise hat uns gezeigt, wie Nachhaltigkeit in Helsinki und Tallinn lebendige Realität wird. Wir haben wertvolle internationale Perspektiven gewonnen und ein tiefes Verständnis für die grüne Transformation Europas entwickelt. Wir bedanken uns herzlich beim Erasmus+ Programm der Europäischen Union für die finanzielle Unterstützung, die uns diese persönlichen und fachlichen Einblicke ermöglicht hat, sowie bei unserer Partnerschule „Apollon“ für die tolle Zusammenarbeit.


